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August 2015

Glasklares Zeichen für die Umwelt

Bei der Renovierung eines Bürogebäudes im Industriepark Gendorf wurden über 100 ausgediente Kunststofffenster recycelt und wiederverwertet

Bürogebäude der InfraServ im Industriepark Gendorf (Bildrechte Rewindo)
Montage der neuen Kunststofffenster (Bildrechte Rewindo)
v.l.n.r.: Gerhard Eder (Eder Fenster + Türen), Andreas Brettl (Bauleiter seitens InfraSerV), Michael Vetter (Rewindo) (Bildrechte Rewindo)

Burgkirchen-Gendorf (prs). – Das werkstoffliche Recycling von Kunststoff-altfenstern macht in Deutschland immer mehr Schule. Jüngstes Beispiel Ostbayern - ein langgezogenes zweistöckiges Bürogebäude im Industriepark Gendorf nahe Altötting. Die Betreibergesellschaft des ca. zwei Quadratkilometer großen Areals der ehemaligen Hoechst AG mit etwa 20 Unternehmen, u. a. der Chemie und der Energieversorgung, die InfraServ GmbH & Co. Gendorf KG, ließ das inmitten von Industrieanlagen gelegene hellblaue Gebäude energetisch sanieren und die über 100 alten Fenster an den beiden Längsfassaden gegen moderne Fenster mit Schüco Systemen austauschen. Die ausgedienten PVC-Rahmen landeten zunächst in einem Spezialcontainer und wurden dann per Lkw in die Recyclinganlage der VEKA Umwelttechnik GmbH nördlich von Eisenach transportiert. Bundesweit wird das Recyclingsystem seit 2002 durch die Rewindo Fenster Recycling Service GmbH, Bonn, organisiert.

Gerhard Eder, Inhaber der Firma Eder Fenster + Türen in Burgkirchen, der den Auftrag von InfraServ erhielt, wurde bereits vor einiger Zeit auf das umweltfreundliche Verfahren zur Wiederverwertung von Kunststofffenstern aufmerksam und wollte durch seine Entscheidung für die preisgünstige Methode zur Entsorgung der alten mehrflügeligen PVC-Rahmen ein Zeichen für Umweltbewusstsein setzen. Der Unternehmer beschäftigt 10 Mitarbeiter und baut die Fenster nicht nur in die Gebäude ein, sondern stellt sie auch in eigener Produktion her. Zu seiner Produktpalette gehören auch Türen, Rollladen und Insektenschutz.

„Es handelt sich beim Rewindo-System um einen echten, geschlossenen Materialkreislauf. Ein sehr sinnvolles Konzept, das Energie und Rohstoffe spart und die Umwelt entlastet. Da sind wir aus Produktverantwortung gerne mit dabei“, betont Thomas Napromski, Innovation & Network Kunststoff-Systeme, vom Fensterprofilhersteller Schüco International KG. Das Unternehmen gehört mit weiteren namhaften Systemhäusern wie z. B. VEKA, profine, REHAU, aluplast, Salamander, Inoutic / Deceuninck und GEALAN zu den Gesellschaftern von Rewindo. „Wir konnten im Jahr 2014 mit Hilfe unserer Recyclingpartner über 24.000 Tonnen PVC-Regranulat aus alten Fenstern, Rollladen und Türen gewinnen“, berichtet Geschäftsführer Michael Vetter. Seit 2002 verzeichnet er Jahr für Jahr einen Anstieg der Recyclingmenge. „Energetische Sanierungen wie die in Gendorf spielen dabei eine immer wichtigere Rolle.“

Die VEKA Umwelttechnik GmbH, die für Recycling und Wiederverwertung der Fenster aus Gendorf sorgt, ist einer der Recyclingpartner von Rewindo. Im werkstofflichen Verfahren werden dabei die Materialien in unterschiedlichen Schritten komplett voneinander getrennt, bis am Ende wieder nahezu reines PVC-Granulat übrig bleibt - ein wertvoller Rohstoff, aus dem die Hersteller dann wieder neue Fensterprofile mit einem Kern aus Recyclingmaterial fertigen.