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Januar 2018

Industriepark Troisdorf:
Fenstererneuerung im „Haus der Technik“ – Alte Fenster liefern neuen Rohstoff

Die alten Kunststofffenster werden in einem Container für das Recycling in Höxter gesammelt
Fensterausbau durch die ROLF Fensterbau GmbH
Durch den Austausch der Fenster wird die Energiebilanz des Gebäudes 56 im Troisdorfer Industriepark verbessert
Partner der Rewindo: Frank Alefelder (ROLF Fensterbau GmbH), Jörg Schiffner (Dekura GmbH), Thomas Korp (Keystone T-Park Verwaltungs GmbH)

Troisdorf (dialoginar). - Das Gebäude 56 im Troisdorfer Industriepark, auch bekannt unter dem Namen „Haus der Technik“, war jahrelang die Schaltzentrale der HT Troplast AG. Heute beherbergt das Gebäude die Verwaltung der profine GmbH, einer der führenden Hersteller von Kunststofffenster-Profilen.

Um das Gebäude nun fit für die Zukunft zu machen, werden derzeit die über 200 alten Fenster gegen neue wärmedämmende Kunststofffenster getauscht. So wird die Energiebilanz deutlich verbessert und die Umwelt geschont. Zum Einsatz kommen hierbei natürlich die hochmodernen Profile von profine.

Der Nachhaltigkeitsgedanke leitet die T-Park GmbH, der heutigen Eigentümerin des Industrieparks zusammen mit dem ausführenden Fensterbauunternehmen ROLF Fensterbau GmbH aus Hennef jedoch auch bei den alten ausgebauten Kunststofffenstern. Nach Jahren im Einsatz werden diese nun über das bundesweit flächendeckend agierende System der Rewindo GmbH, Fenster-Recycling-Service, mit Sitz in Bonn wiederverwertet. Dabei wird der wieder gewonnene Rohstoff genau dort eingesetzt, woher er eigentlich stammt: Aus alten Fenstern entstehen wieder neue.

In den neuen Fensterprofilen ist das Regranulat, ummantelt mit PVC-Neumaterial, dann als Recyclatkern zu finden. Der Einsatz der Recyclingprofile ist mittlerweile Standard und der Markt für Kunststofffenster mit Recyclatkern wächst stetig. Alle anerkannten Vorteile des Kunststofffensters, wie Langlebigkeit, Stabilität, geringer Wartungsaufwand, vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten und hohe Recyclingfähigkeit, bleiben beim Recyclingprofil erhalten. In technischer und bauphysikalischer Hinsicht also genauso so gut wie neu, helfen die Recyclingprofile darüber hinaus bei der Vermeidung schädlicher Treibhausgase. So spart jede Tonne PVC-Recyclat, das in der Profilherstellung zum Einsatz kommt im Vergleich zu Primär PVC rund 1,87 Tonnen CO2. Als Gründungsgesellschafter der Rewindo ist nicht zuletzt die profine maßgeblicher Treiber und Nutzer dieser Entwicklungen.

Das werkstoffliche Recycling der gebrauchten Kunststofffenster aus Troisdorf erledigen in hochmodernen Recyclinganlagen die Mitarbeiter der Dekura GmbH aus Höxter. Wiederverwertet werden hier u.a. Fensterrahmen und Altrollladen aus Deutschland und Europa. Ein praxiserprobtes Sammelsystem mit bedarfsorientierten Behältern ermöglicht dabei flächendeckend eine schnelle und flexible Übernahme des Altmaterials. Im Werk entsteht schließlich ein PVC-Mahlgut, das als Ausgangsmaterial für hochwertiges Granulat verwendet wird. Für die Recyclingexperten aus Höxter ist ihr Kerngeschäft jedoch noch nicht genug in Sachen Nachhaltigkeit. Durch die sortenreine Abtrennung verschiedener Metalle und anderer Fraktionen werden nebenbei auch weitere Rohstoffe aus den alten Fenstern für die Wiederverwertung gewonnen.

Dekura ist einer der Recyclingpartner der Rewindo, die seit 2002 das Recycling alter Kunststofffenster, -rollladen und -türen bundesweit mit wachsendem Erfolg organisiert. So konnten 2016 mehr als 29.000 Tonnen PVC-Regranulat gewonnen werden. Dies entspricht nahezu 1,8 Millionen recycelter Altfenster. Hinzu kommen über 74.000 Tonnen Produktionsabfall. Aufgaben und Maßnahmen der Rewindo stehen im Einklang mit den Nachhaltigkeitszielen der freiwilligen Selbstverpflichtung der europäischen PVC-Branche, VinylPlus.

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