18. Juni 2026

Werkstoffliches Recycling und Materialkreislauf liegen im Trend – Best Practice-Beispiel in Hamburg

Im Bereich Wohnungsbau nimmt die energetische Sanierung von Wohnanlagen und Quartieren einen wichtigen Platz ein. Dabei geht es nicht nur um die Verbesserung der Wohnqualität. Der Gebäudebereich verursacht aktuell etwa 15-30 Prozent des ausgestoßenen Treibhausgases in Deutschland. Neben veralteter Heiztechnik ist häufig eine mangelhafte Gebäude- und Fassadendämmung für den hohen Emissionswert verantwortlich. Mit ihren Sanierungsmaßnahmen tragen die Wohnungsbaugesellschaften bundesweit zu einer Senkung der Energiekosten und der Verringerung von CO2 bei. Mit gutem Beispiel voran geht derzeit auch die in Hamburg ansässige Frank Siedlungsbaugesellschaft. Aktuell lässt sie in Hamburg-Bergedorf in der Wohnanlage Grandkoppel 118 Wohnungen sanieren, die zum Teil noch aus den 1960er Jahren stammen. Dabei werden unter anderem ca. 600 alte PVC-Fenster gegen moderne, energiesparende Rehau-Kunststofffenster des Fensterwerks Windor aus Bleicherode ausgetauscht.

Aktuelle Vorgaben der Gewerbeabfallverordnung verschärft
Das Bauvorhaben kann darüber hinaus als „Best Practice“ für eine umweltgerechte Entsorgung von Baustellenabfällen gelten. Beim Austausch der PVC-Fenster durch das Fensterbauunternehmen Mönchgesang, Haßleben, setzt der Bauherr auf das werkstoffliche Recycling und die Wiederverwertung der ausgedienten Bauelemente. Sie gehen also nicht, wie häufig noch der Fall, in den Baumischcontainer und dann in die Müllverbrennung. „Das Verfahren entspricht damit nicht nur den aktuellen Vorgaben der Gewerbeabfallverordnung, die einen Materialkreislauf verlangt und in ihrer Novelle weiter verschärft wurde. Die umweltfreundliche Entsorgung ist obendrein kostengünstiger, ressourcenschonend, und die Wiederverwertung bringt im Vergleich zur Neuproduktion eine erhebliche Energieeinsparung mit sich“, so Michael Vetter, Geschäftsführer der Rewindo GmbH Fenster-Recycling-Service, Bonn.

Nahezu sortenreines PVC-Rezyklat für die Fensterprofilproduktion
Die PVC-Altfenster werden an der Baustelle in einem gesonderten Container gesammelt und dann in eine spezialisierte Recyclinganlage der Dekura GmbH, Höxter, gebracht. „Dort werden sie in einem technisch ausgereiften und bewährten Prozess recycelt. Zunächst erfolgt nach einer mehrstufigen Zerkleinerung die Materialtrennung in Glas, Gummi, Metalle und Kunststoff-Bestandteile. Aus diesen entsteht am Ende ein nahezu sortenreines PVC-Rezyklat, welches bei den Fensterprofilherstellern erneut in die Produktion von Recyclingprofilen einfließt. Diese weisen die gleiche bauphysikalische Qualität auf wie Neuware. Was besonders gut ins energetische Gesamtkonzept passt: Die Wiederverwertung des Werkstoffes spart gegenüber der Neuproduktion von Fensterprofilen obendrein große Mengen an CO2“, erläuterte Mario Vogt, Außendienstmitarbeiter des ostwestfälischen Recyclingunternehmens und Recyclingpartners der Rewindo, anlässlich eines Pressetermins auf der Baustelle.

Großer Bedarf an energetischer Sanierung im Gebäudebereich
Organisiert wird das Verfahren seit 2002 bundesweit vom Rewindo-Altfensterrecyclingsystem – mit beachtlichen Ergebnissen: Allein vergangenes Jahr wurden auf diese Weise in ganz Deutschland über 2,5 Millionen ausgediente Kunststofffenster recycelt und in den Materialkreislauf zurückgeführt. Die Steigerung der jährlichen Recyclingmengen trägt auch zur Erreichung der Recyclingziele im Rahmen des gemeinsamen Nachhaltigkeitsprogramms VinylPlus® der europäischen PVC-Branche bei. Jährlich sollen bis 2030 europaweit eine Million Tonnen PVC aus allen Anwendungen recycelt werden. Vetter: „Rewindo leistet hierzu einen bedeutenden nationalen Beitrag. Auch die 600 Altfenster aus Bergedorf sind ein Mosaikstein in diesem Materialkreislauf.“ Er rechnet mit weiterhin steigenden Mengen in den kommenden Jahren. Mit Blick auf die Energiekosten und den Klimaschutz bestehe nicht nur im Bereich der Gebäudesanierung ein großer Bedarf an energetischen Maßnahmen. Ohne den Einsatz preiswerter und energiesparender Kunststofffenster könne man die Umweltziele der Bundesregierung im Bausektor nicht erreichen, betonte Vetter.

 

Rückfragen:
Michael Vetter, Geschäftsführer
Rewindo GmbH, Fenster-Recycling-Service
Am Hofgarten 1-2, 53113 Bonn
Tel. +49 228 921 283-0
info@rewindo.de
www.rewindo.de


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Telefon +49 228.921283-0
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